Meine ersten Fotografie-Versuche

17Nov2013

  In Rahmen meines Basic Fotografiekurses habe ich mir die Kamera meines Freundes geschnappt und die ersten "pseudo-professionellen" Bilder gemacht. Ein bisschen stolz bin ich schon :3

No Parking please! Palmenwedel wtf! Etwas grün in Malta Wie ein Anker im Hafen oder so ähnlich Ohne Worte Schwäche für Zäune Keine Ahnung was das ist Locked  Fotogene Katze Kiss from a roseStreetartSorry, it is closed Doesn't matter if black or white

Einmal Gozo für 12 Euro bitte!

16Nov2013

Letztes Wochenende wurde diese "Wunschvorstellung" tatsächlich war. Wir sind also mit der Fähre rüber nach Gozo, die Nachbarinsel von Malta, die ungefähr noch mal halb so groß ist. Zum Glück hatten wir das erste Mal seit ner Woche wieder schönes, richtig schönes Wetter.
Nach 1,5 Stunden Busfahrt zum Fährenanleger und weiteren 20 Minuten Fährenfahrt waren wir da.
Zusammen mit gefühlten 1000 anderen Menschen, die am letzten Wochenende auf die Idee kamen, nach Gozo zu fahren. Dicht an dicht gedrängt wurden wir aus der Fähre aufs Festland geschoben. Nichts wie weg hier, denn die Menschen versuchen sich (wie in World War Z die bewegende Zombiemasse) in EINEN einzigen Bus zu quetschen der nach Victoria fährt.

Für uns ging es erstmal zu Fuß weiter, vorbei an schönen Kirchen und grünen Feldern. Erstaunlich das Gozo so anders ist als Malta. Endlich mal wieder Gras und grüne Bäume und die wundervolle Ruhe. Keine Autos, keine Leute, kein Lärm. Wundervoll!
Endlich haben wir eine normale Bushaltestelle gefunden. Haken: alle anderthalb Stunden fährt hier ein Bus. Mist.

  Als ob das Schicksal das gewusst hätte, schickte es uns Joseph. Nein nicht den aus der Bibel. Sondern einen etwa 60 Jahre alten Mann in einem christlichen Taxi. Christlich, weil so ziemlich jeder Winkel seines Taxis mit Bilder von Jesus, Maria und Co verschönert worden ist. Hinten drin sitzen noch zwei andere deutsche Touristen. Er macht uns ein unschlagbares Angebot: 12 Euro pro Person, er zeigt uns ganz Gozo. Hält wo wir wollen, richtet sich ganz nach uns. Nach 5 Minuten eifriger Diskussion stiegen wir ein. Die beste Entscheidung, denn:
1. Ab um 12:30 ist Siesta in Gozo, also fährt gar nichts mehr
2. So günstig gehts nicht
3. Alle anderen Busse brauchen viel länger für die Tour, die er uns verspricht.

Los geht also die Reise. Vorbei an unzähligen Kirchen und winzigen Dörfern. Man merkt, dass keine Hochsaison mehr ist. Die Städte sind wie leergefegt. Währenddessen immer wieder nützliche Infos von Joseph. Und ein paar Deutsche Wortfetzen: "Schlafing" scheint sein Lieblingswort zu sein. Aber auch "Friedehof" fällt häufiger. Er erzählt uns, dass er im Sommer in einem Hotel arbeitet und im Winter Leute durch die Gegend fährt. Und das es hier im Winter kalt wird. "Kalt". Er empfindet 20 Grad als Winter.


Wir halten wieder. Blue Window. DIE Hauptattraktion. Natürlich lungern hier die Touribusse und Souvenirverkäufer. Aber das ist es wert. Wenn man etwas über die Felsen klettert bekommt mein eine unglaubliche Aussicht. Hier möchte ich bleiben.
Nach 30 Minuten steigen wir wieder ins Taxi. Nächster Halt Fischerdorf. Vor den Toren der Stadt riesige Salzlöcher im Boden. Wahnsinn. Joseph meint, hier kommen nie Touristen her, weil die Busse ne andere Strecke fahren. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus.
Die Zeit rennt, denn um 14 Uhr erreichen wir unseren letzten Haltepunkt. Victoria. Hier scheint es doch noch etwas Leben zu geben. Ein gut besuchter Marktplatz und eine alte Burg sind das Highlight neben den unzähligen Läden.
Nachdem uns Joseph dann um Punkt 15 Uhr wieder am Hafen rauslässt, drückt er uns seine Karte in die Hand:" Ruft mich an, wenn ihr noch mal hier seid und ein Taxi braucht."
Nach dem Tag mit vielen schönen Attraktionen machen wir das ganz bestimmt, lieber Joseph!
Blick Über Gozo/ Victoria Vor dem Fischerdorf Salzfelder Kirche 1 Kirche mitten im Nirgendwo Blue Window Blue Window Kirche beim Blue Window Fischer im Hafen

Es wird mal wieder Zeit...

01Nov2013

Ich weiß, es ist schon wieder etwas her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Aber es scheint, es gibt nicht mehr so viel neues. Natürlich gibt es immer wieder andere Situationen in meinem Leben hier, die neue Herausforderungen mit sich bringen. Aber da ich mich inzwischen gut eingelebt habe, ist alles nicht mehr ungewohnt, spannend oder aufregend.
Die Wohnung sieht nicht mehr so fremd aus, die Leute in der Universität werden immer gesprächiger und selbst unser Supermarkt erscheint mir nicht mehr so teuer. Wege sind nur noch halb so anstrengend und meine Hosen werden langsam enger, da ich durch die ganzen Hügel hier doch relativ viele Muskeln in meinen Beinen aufgebaut habe. Meine Fleischgelüste haben auch schon nachgelassen.
Das Wetter schwingt langsam auch um. Wahrscheinlich werden die ersten Leser jetzt sicher schadenfroh. Aber hier hat es quasi die letzten zwei Tage dauernd geregnet. Zwei mal nasse Schuhe und Klamotten und ein zweiter Regenschirm sind das Fazit.


Gestern war ich wirklich und wahrhaftig das erste Mal riiiichtig in Parceville. Halloween feiern. Doch in dem eigentlichen Club, wo die Erasmusparty war, haben wir es keine 10 Minuten ausgehalten. Ich war noch nie ein Diskogänger und werde es wohl auch nicht mehr so richtig. Nach dem ganzen Gedrängel und Gemiefe der Leute, haben wir uns doch noch was anderes gesucht. Endlich wurde das Coconut erobert. Die definitiv beste Idee des Abends. Dieser Club- wie für mich gemacht! Rammstein, Progidy, Marylin Manson und Papa Roach sind nur einige der Bands, die wir dort zu hören bekamen. Ein Traum für mich. Endlich mal etwas, wo ich mich wohl fühle und auch ich mal zu den Songs tanzen kann! Alle Malteser konnten plötzlich jeden Song von Rammstein mitsingen. Auch die weniger bekannten. Die Leute waren sowieso die coolsten, auch wenn wir wahrscheinlich die jüngsten waren. Die  Halloweenkostüme im voherigen Laden waren nur ein Witz dagegen: Ghostbusters, Scarecrow, die Puppe von Saw oder Zombiemozart. Eigentlich alles was man sich vorstellen kann. Bloß in extrem professioneller Ausführung. Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Ein Club, denn wir als nicht Club-Gänger auf jeden Fall noch häufiger besuchen werden. Denn auch Preise und Getränke können sich sehen lassen. Und es gibt sie anscheinend doch, die alternative Szene auf Malta.

Ich hoffe jetzt nur, dass es bald mal wieder schöner wird. Denn ich habe nur begrenzt Lust mir einen dritten Regenschirm zu kaufen, weil es zeitgleich so heftig dabei stürmt, dass kein Regenschirm überlebt. Jetzt grade habe ich einen angeblichen "wind proof" Schirm. Bleibt abzuwarten, wie lange er hält. Ein paar Gummistiefel wären auch nicht schlecht bei den mega Pfützen hier. Mal gucken was die Zeit mit sich bringt!
Bis demnächst,

Eure Laura

Erster Monat ist geschafft- Ein Fazit.

24Okt2013

Unglaublich, aber doch wahr. Ich bin  heute seitgenau einen Monat hier in Malta und schon fühlt man sich irgendwie heimisch. Auf eine komische Art und Weise. Aber Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Klar, es ist immer noch ein fremdes Land, aber Wege fallen mir leichter und auch mein Englisch läuft inzwischen fließend, wovor ich ja zu Beginn am meisten Angst hatte. Ich ertappe mich sogar oft dabei, dass ich auf Englisch zu Hause weiter denke oder mit meinem Freund selbst in den eigenen vier Wänden plötzlich wieder ins Englische wechsel. Mir ist es auch schon passiert, dass ich eMails, die eigentlich an einen deutschen Absender sollten, auf Englisch anfange. Das scheint doch ein recht gutes Zeichen zu sein oder?

Auch das zunächst doch etwas fragwürdige einkaufen hat sich inzwischen in den Alltag integriert. Der 15-minütige Fußweg zu unserem Lieblingssuperladen lässt sich auch schnell bewältigen. Reis und Nudeln stehen meistens auf unserem Speiseplan, denn das ist hier mit Abstand das günstigste. Auch wenn ich immer wieder von Fleischheißhungerattacken geplagt werde, lässt es sich ohne auch ganz gut aushalten. Sollte es doch einmal schlimmer kommen, essen ich einfach ne Salami-Scheibe. Die sind hier zum Glück nicht so teuer. Nicht so wie das andere Fleisch.
Klamotten werde ich mir hier wohl eher nicht anschaffen. Denn die Malteser tragen doch etwas andere Sachen, als ich sie mir vorstelle. Kein H&M, nicht mal Primark oder New Yorker. Aber immerhin ein kleiner Lichtblick für mich: Es gibt hier ganz viele Claires. So kann ich meinen Schleifenvorrat weiter erweitern :D

Inzwischen habe selbst ich es tatsächlich geschafft, nach Parceville zu kommen.Zwar nur zum bowlen, aber immerhin. Für alle, die nicht wissen was das ist: Partymeile, eine Disko neben der anderen, Bars, Stripclubs und so ziemlich alles was das Herz begehrt- in riesiger Ausführung.
Klar, für mich kommen die typischen Läden dort ganz klar nicht in Frage. Zu viel Pop, RnB und Charts. Doch haben wir uns von Maltesern zwei Geheimtipps geben lassen, worüber ich mich sehr gefreut habe. Einmal das Coconut, ein Pub in dem sie ausschließlich Heavy Metal Musik spielen :) von dem anderen Laden habe ich leider den Namen vergessen, doch die Beschreibung klang super :" There is the music much harder and everybody is just getting crazy and sometimes they even do mosh pits." Wow, da werde ich auf jeden Fall nächsten Monat vorbei schauen. Ein bisschen Heimatfeeling. Hoffentlich.

An die Blicke der Leute hier habe ich mich auch langsam gewöhnt. Anscheinend ist es für die Malteser ungewohnt jemanden mit roten Haaren und alternativem Kleidungsstil zu sehen. Selbst mein Eyeliner ist hier eine echte Seltenheit.
An dieser Stelle möchte ich noch den einen Typen aus Parceville feiern, der, als ich mein Batman tshirt anhatte, auf mich zugelaufen ist und nanananananana gerufen hat und mir anschließend ein High five gegeben hat :D mein Held :3

Was kann ich zur Uni sagen? Ich bin froh, dass ich hier nur für ein Semester studiere und nicht für immer. Die Stunden sind hier alle nur 2 Stunden lang und die Dozenten machen meistens 10-25 Minuten eher Schluss. Der Standart hier ist verglichen zu unserem in Deutschland echt niedrig. Basic Reporting zum Beispiel: wir sind jetzt in der 4. Woche gewesen und wir lernen immer noch wie man eine vernünfitge Überschrift schreibt. An sich ja kein Problem, wenn das nicht ein Modul für das 3. Semester ist und der Dozent nicht so ein Egoist wäre. Für ihn sind alle Überschriften verkehrt: Alles was wir in Bremen gelernt haben in seinen Augen für die Katz'. Es müssen hier alle W fragen beantworten werden in der Überschrift. Alle anderen sind zu kurz. Doch selbst wenn man das so macht, wie der Dozent es will, sind ihm die Überschriften auf einmal zu lang. In diesen vier Wochen gab es noch keine einzige Überschrift, die ihm in irgendeiner Form gefallen hat. Von keinem einzigen Studenten, egal wie viele Wochen oder Monate dieser Student auch schon vorher in irgendeiner Redaktion seine komplette Zeit damit verbracht, Nachrichten zu verfassen. Jedes Mal erzählt er was anderes.
Doch auch die meisten anderen Fächer haben Inhalte, die mir bereits bekannt sind. Und das obwohl die meisten Studenten in diesen Fächern schon vor ihrem Bachelor stehen. Es scheint, als sein hier andere Sachen wichtiger. Die Anwesenheit zum Beispiel. Die ist überall Pflicht, wer fehlt kriegt ne 6. Ganz einfach. Doch der Grund dahinter scheint simple: Jeder Student, der die maltesische Staatsangehörigkeit hat, bekommt vom Staat jeden Monat 200 Euro für Bücher. Jaaa... 200 Euro für Bücher. So viel müssen die hier nicht mal lesen. Also hat jeder maltesische Student ein eigenes Auto und jede Menge Spielgeld.
Ansonsten scheint der Arbeitsaufwand sehr gering. Wenig Aufgaben für zu Haus. Machbare Prüfungsleistungen. Viel Freizeit. Heißt also ab an den Strand bei dem Wetter.

Malta an sich ist eigentlich eine wunderschöne Insel. Schöne "Strände", und jede Menge kleine Highlights in mitten der verworrenen Straßen und Städte. An den Verkehr kann man sich schnell gewöhnen. Man muss einfach laufen, dann halten alle anderen schon an. Einziges Manko: Es ist echt verdammt klein hier. Wege die bei Google Maps riesig erscheinen sind in Wahrheit 20 Minuten Fußweg. Das größte Shoppingcenter hier ist grade einmal ein drittel von der Waterfront in Bremen. Ich bin ganz froh, dass wir hier nur für 4 Monate sind und nicht für ein ganzes Jahr. Oder gar für immer !

  
Diesen Part solltet ihr besser nur lesen, wenn ihr nicht eifersüchtig auf Wetterbedingungen reagiert.
Das Wetter hier ist einfach der Hammer. Selbst ich, die nie braun wird, hat ordentlich Farbe bekommen. Obwohl Oktober ist, kann man immer noch in Sandalen und Hotpants durch die Gegend rennen, sich an den Strand legen oder im Meer baden. Nur abends brauch man ein Jäckchen, da es doch etwas frischer nachts wird. An manchen Tagen sind hier schon noch so 28 oder 29 Grad und Sonne satt. Unvorstellbar, weil ich weiß, wie das Wetter so in Deutschland aussieht. Aber ich als Wintermuffel bin hier im Wintersemester echt gut aufgehoben ^^. Die eine maltesische Studentin meinte aber, es ist für Oktober echt ungewöhnlich heiß. Umso besser für uns.

Bis bald, wenn es neues zu berichten gibt von dem kleinen, überschaubaren Inselstaat Malta,
Euer Redhead :)

Treasure Island...Wo ist mein Paket?

16Okt2013

Am Samstag bekam ich von der DHL MALTA einen netten Brief, dass mein lang ersehntes Paket meiner Famile endlich angekommen ist. Da aber niemand zu der Zeit sich an der Rezeption aufgehalten hat, wurde das Paket zum Abholen in die DHL Stelle am Flughafen gebracht, wo ich es jederzeit abholen kann. Nach 7 Tagen war das Paket bereits hier, die Benachrichtigung habe ich aber erst stolze 3 Tage später, ebenfalls per Post, erhalten.  Klingt auf jeden Fall so, wie es auch in Deutschland klingt, wenn man ein Paket verpasst haben sollte. Erstmal Chaos. Doch bis ich mein Paket endlich in der Hand hatte, hat es sage und schreibe 4,5 Stunden gedauert. Doch fagen wir von Vorne an.


Montag, 7:30: Mühsam und müde quäle ich mich zur Bushaltestelle, da ich das ganze relativ schnell abgehakt haben wollte. Vom weiten sehe ich bereits einen Bus stehen, der aber schon sooo voll ist, dass der Busfahrer schon keinen mehr reinlässt. Es scheint, als ob ganz Malta morgens mit dem Bus nach Valletta will. Also heißt es auch für mich warten auf den nächsten Bus. Dieser kommt bereits nach 8 Minuten und ist im Vergeich zum voherigen Bus nicht ganz so voll. Es passen auch mal alle Leute hinein. Doch bereits die nächsten Haltestellen lässt der Bus einfach aus und hinterlässt Leute mit langen Gesichtern und einem Fluchen auf dem Lippen. Wenn du dich auf den Bus verlassen willst, wirst du verlassen. Keine 5 Minuten später, Stau. Nicht nur wollen alle mit dem Bus nach Valletta. Anscheinend dachten sich die Klügeren, ich fahre mal eben mit dem Auto dahin. Dumm nur, wenn sich das zu viele denken.


8:20: Endlich in Valletta angekommen. Für einen Weg, der sonst mal eben in 15 Minuten überwunden werden kann, hat es jetzt doch etwas länger gedauert. Nun heißt es, Busse finden, die zum Flughafen fahren. Das Internet hat mir vorher verraten, welche Busse das sind. Doch so einfach ist es dann leider nicht. Nachdem ich alle Gates abgesucht habe, wo diese Busse halten könnte, gebe ich auf und frage an der Businfo. "Where are the busses for the airport?" -"Just over there. In front of the hotel". Gut nur, dass man dort keine Haltestelle sieht. Nachdem ich einmal um das komplette Gebäude herum gelaufen bin, gebe ich erneuert auf und frage zwei Kutschenfahrer, die sich am Straßenrand aufhalten. Doch statt einer klugen Antwort, wird erstmal versucht hardcore mit mir zu flirten. Nix wie weg hier. Durch Zufall fand ich in meiner Flucht, ein Metallzelt mit einer 15 dran und dem Schild Airport. Wie soll man denn ahnen, dass das hier die Bushaltestelle ist??? Es sieht ja nicht mal danach aus und die Zahl 15 kann man auch nur aus dem einen Winkel sehen.


9:10: Da ist er. Der Flughafen. Nach einer holprigen Busfahrt, bei der sich der Busfahrer entschlossen hat, die Fahrt mit offener Tür zu machen, steige ich bei 28 Grad direkt beim Eingang des Flughafens aus. Diesmal dachte ich mir gleich zu fragen. Geht vielleicht schneller.


9:42Da ist es endlich. Das rot gelbe Schild mit den drei Buchstaben. Endlich habe ich das Büro gefunden. Denn was nirgendwo stand: Das Gebäude ist nicht mal am Flughafen. Gut, dass der Brief was anderes gesagt hat. Da sagt der freundliche Mann am Flughafen noch, dass geht schnell. Aber sein Sie vorsichtig wegen dem Verkehr. Super. Aber ich muss nur zwei Kreisverkehre passieren und dann ist es auf der rechten Seite. Doch diese Kreisverkehre haben es in sich. Keine Fußgängerwege. Also heißt es rennen. Umso froher war ich als ich heile angekommen war. Inzwischen ist es gefühlt noch wärmer geworden.


9:45 Mist. Mit einer Karte in der Hand stehe ich ratlos an der Straße. "Sorry Madame, this is the wrong building. It is only for national packages. Here is the card. Just go over there and ask the next busdriver, if he can takes you there". Ist schon schön, wenn einem Flughafenangestellte die verkehrten Hinweise geben. Etwas bedient muss ich erneuert den erschwerten Weg über einen nicht gepflasterten Kreisverkehr auf mich nehmen. Zum Glück kommt dann doch ein Bus und das relativ schnell. Der Busfahrer, der nur gebrochen Englisch spricht, sagt mir Bescheid, sobald ich raus muss.

9:55 Da stehe ich nun. Mitten im nirgendwo an einer Bushaltestelle. Immernoch die Karte in der einen Hand, den Abholschein in der Anderen. Was ich erst später erfahre: Der Busfahrer hat mich viel zu spät rausgelassen. Wundervoll. Die freundliche DHL-Dame meinte, ich muss nur die Straße im Industriegebiet langgehen und schon finde ich das. Nur hier ist weit und breit kein Industriegebiet zu sehen. Wundervoll. Also machte ich mich erstmal auf die Socken, um es eigenständig zu finden.

 

10:10 So komme ich nicht vorran. Völlig entnervt stehe ich auf einem verlassenen Bauernhofgelände. Hier muss mir doch irgendeiner helfen können. Aber was mir langsam bewusst wird. In den kleineren Städten außerhalb spricht anscheinend doch keiner mehr Englisch. Alles gelogen. Mist. Mit Händen und Füßen lasse ich mir von einem älteren Gemüsebauern den Weg beschreiben. Hoffentlich klappt es jetzt. Einfach nur den Hügel rauf. Da siehst du dann ein Schild.

10:25 Doch es gibt kein Schild. Und auch keine Auffahrt. Das kann doch nicht so schwer sein, diese verdammte DHL-Stelle zu finden. Mein Schweiß vermischt sich mit meinem Frust. Ich muss schon schlucken. Alle Gebäude sehen inzwischen gleich aus. Ich spiele schon mit dem Gedanken einfach das Paket nicht abzuholen und nach Hause zu fahren. Inzwischen bin ich in einem Industriegebiet angekommen. Oder zumindest das, was ich unter einem Industriegebiet verstehe. Ein Autohändler reiht an der nächsten Werkstatt. Aber keine DHL.

10:55 Endlich. Da ist es. Mein Paket. Wie ich es geschafft habe, grenzt an ein Wunder. Glücklich und stolz verlasse ich die DHL-Zentrale RIchtung Bushaltestelle. Nachdem ich weiter durch die Autosiedlung geirrt bin, haben mich zwei Männer angesprochen die mich fragten, was ich denn hier suche. Nach einem Blick auf meine Karte sagt der eine nur:" It's not that far anymore. After this pink building, you only have to turn right and than walk straight ahead." Gesagt, getan. Zwar sieht die Gegend hier gar nicht wie ein Industriegebiet aus und auch der Weg dahin wird durch das pinke Möbelhaus verdeckt. Nichts, was man von der Hauptstraße erahnen könnte. Als ich das erste DHL-Auto sehe, ist mein Jubelschrei unüberhörbar. Der Mann in dem Auto guckt mich verwirrt an. Es ist mir egal.


11:15 Nun stehe ich seit geschlagenen zwanzig Minuten an der Bushaltestelle und warte auf einen Bus, der vor 15 Minuten hätte kommen sollen. Aber es ist mir egal, denn nach den Strapazen der vergangenen Stunden bin ich froh, dass ich endlich mein Ziel erreicht habe. Auch stört es mich nicht, dass ein Mann in einem Auto neben mir anhält und mich fragt, ob ich denn nach Valletta möchte und ob er mich nicht ein Stück mitnehmen darf.


Ich habe lieber den Bus genommen. Um 11:45 war ich wieder zu Hause. Halb verdurstet, verschwitzt und fertig. Was ich gelernt habe: Busse hier sind kacke, die Leute sind aber sehr hilfsbereit und auch wenn sie kein Englisch sprechen, versuchen sie zu helfen. Und auch wenn mein Ziel noch nicht vor mir lag, habe ich nicht aufgeben und weiter versucht, es zu erreichen :) Und dass das DHL-Gebäude auf der anderen Seite der Rollbahn war.
Bis bald,
euer Redhead!

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön.

12Okt2013

Nach einer Pseudostressigen Woche in der Universität, mit Kursen die ne halbe Stunde eher beendet werden und ner Menge Freizeit hat nun endlich das Wochenende angefangen.
Für meinen Freund und mich hieß das, erstmal die Bootstour nachholen, die Sonntag zuvor ja ins Wasser gefallen war, im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Bedinungen sind gut, Sonne, 30 Grad, Regenwahrscheinlichkeit unter 20 Prozent. Also hieß es an unserem freien Samstag morgens um halb 8 aufstehen, damit wir rechtzeitig zu unserem Boot kommen. Los gehts in Sliema, was für uns nur fünf Minuten zu Fuß entfernt ist. Nach langem Broschüren blättern hatten wir endlich das passende für uns gefunden. Bootstour zur blauen Lagune. Tagesausflug, 25 Euro pro Person. Also packten wir unsere Badesachen ein und maschierten mit großen Wasserflaschen bepackt zum Fährenanleger, wo sich Touridampfer an Touridampfer quetscht. Auch die Touristen auf den Booten werden gequetscht, damit auch ja jeder cm des Bootes ausgefüllt wird. Bei dem Anblick wird uns schlecht. Wir waren doch extra früher gekommen! Puuuuuh falsches Boot, als wir am richtigen waren, ließen sie grade die Leute einsteigen. Mit etwas Glück bekamen wir einen Platz auf einer Bank und somit konnte die Reise endlich starten. Sollte sie zumindest starten. Denn das Boot fuhr nicht und fuhr nicht los. Was ist da los?? Endlich eine Durchsage des Kapitäns: wir warten noch auf einen Bus mit Passagieren. Cool 100 Leute warten auf 5. Das nenne ich Gerechtigkeit. Nicht. Also hieß es warten und warten und warten. Das erstaunliche ist, dass eigentlich keine Saison mehr ist, und trotzdem alle Boote voll sind. Selbst unsers und die ersten mussten bereits stehen oder sich auf das Sonnendeck verziehen.
Nach weiteren 15 Minuten sagt der Kapitän: Sooooo wir fahren jetzt los, es ist doch gutes Wetter, die Passagiere können ja auch schwimmen. Soll ja gesund sein. Also fuhren wir los. Ein bisschen Schadenfreude macht sich breit.
Zwei Stunden dauert die Fahrt zu der blauen Lagune auf Comino. Doch vorweg genommen: Es lohnt sich sehr! Vorbei zieht die Landschaft von Malta. Endlich mal etwas Tapetenwechsel nachdem wir nun St. Julien und Sliema schon gut kennen.
Blick vom Boot Malta vom Meer aus gesehen :)

Also hieß es erstmal zwei Stunden sitzen und die Landschaft genießen. Eigentlich ganzs schön, mal den Salzwind um den Ohren zu haben. Doch langsam schmerzt der Hintern. Zeit das wir ankommen. Nachdem Fahrgäste in Gozo abgesetzt worden sind hieß es für uns: Endlich nach Comino. Und diese Lagune ist einfach der Wahnsinn. Klares hellblaues Wasser und eine Aussicht. Unbeschreiblich. Einziger Hacken an der Sache: Natürlich gibt es dort eine Touristenüberbevölkerung. Dennoch einfach wunderschön:

Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon Blue Lagoon

Nach 4 Stunden power Sonnen wurde es auch langsam wieder Zeit zurück zum Boot zu gehen. Auf dem Rückweg ein kleine Highlight: Ben und Jerrys Cookie Dough für 3 Euro. Günstiger als zu Hause im Kino *_* also nach der kleinen Stärkung ging es zurück nach Sliema. DIe Rückfahrt dauerte nur 1,5 Stunden. Währenddessen erzählte uns der Kapitän via Mikro was über Architektur die wie grade gesehen haben oder die Fischerei. Vollkommen geplättet und hungrig kamen wir um 18 Uhr wieder im Hafen an. Nun ein kleiner Geheimtipp: Wir waren auf dem Rückweg in einem tollen Restaurant. Es hieß Cuba Cafe und Bistro und war einfach schnuckelig und sehr kubanisch von innen. Selbst die Musik war mit Kuba assoziiert und das Essen einfach fabelhaft :)
heute geht es nur noch ins Bett, Seeluft macht schläfrig. Bis dann ihr Lieben,
eurer Rotschopf :)

Von dem Regen in die Traufe

09Okt2013

Es gibt auf Malta nicht viele Regentage habe ich mir von einer maltäsischen Komilitonin sagen lassen. Das es hier nicht so viele Regentage gibt ist gut, vielleicht sogar besser so für die Insel. Denn nun kann ich sagen, ich war live dabei, wenn die kleine sonnige Insel sich in einen Wildwasserpark verwandelt.
Es fängt alles ganz harmlos an. Ein frisches Lüftchen, ein, zwei graue Wölkchen am Himmel. Es scheint nicht anders als auch in Deutschland. Ich meine wenn man aus Bremen/Bremerhaven kommt, ist man es ja gewöhnt, wenn es mal etwas häufiger Regen gibt. Aber sowas wie hier habe ich selbst noch nie gesehen. Ich war zum Glück am Wochenende so klug gewesen und habe mir bereits einen Regenschirm angeschafft, da ich den Wetterbericht gesehen habe. Alle andere haben gelacht. Aber ich habe als letztes gelacht.
Also, graue Wolken, leichter Wind. Doch aus den kleinen grauen Wölkchen wird auf einmal eine riesige Masse, die sich sooo schnell ausbreitet. wie die deutschen mit den Handtüchern morgens am Pool. So schnell kann man gar nicht gucken. Und dann geht es los. Erst ein Tropfen, dann noch ein. Dann kommt der Schwall. Als ob der kleine Wetterfrosch im Himmel seine Eimer ausgibt und sie einmal überall verteilt. So viel Regen auf einmal. Und er kommt von überall, von oben,von den Seiten, diagonal, schräg. Es ist wie in Forrest Gump. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass der Regen von unten kommt. Und alles läuft in einem Punkt zusammen. Und wenn ich meine in Einem, dann in dem am Ende unserer Straße. Wir wollten doch nur zu UNI!! Trotz Regenschirms haben wir es geschafft von oben bis unten nass zu sein. Die Pfützen so tief, dass man den Grund nicht mehr sehen kann. Der Regen läuft in riesigen Bahnen die Straße entlang und gleicht eher einem Wasserfall. Meine Schuhe, oder zumindest das was von ihnen übrig war, nass bis auf die Zunge am schuh. Ein Wunder das der Regenschirm den Massen überhaupt stand gehalten hat. Und ich weiß auch nicht wie wir es geschafft haben, über glitschige Treppen und Hänge in die Uni zu gelangen. Doch wir haben es geschafft. Was mir dabei noch aufgefallen ist, die Malteser hier nehmen den Regen mit Humor. Unser Vermieter meinte noch aus spaß oooh guckt mal es regnet und so ziemlich jeder hat das unterwegs gesagt. DABEI IST DAS JA NICHT ZU ÜBERSEHEN!!
Wie gesagt, wir haben es irgendwie geschafft in die Uni zu kommen. Als erste. Denn alle anderen kamen zu spät, wegen dem Wetter. Die Dozentin hatte anscheinend Verständnis :" If it rains, the country stops". Guuuut, dass wir kein Bus fahren müssen. Auf den Straßen herrscht das einzige Chaos bei dem Wetter. Aber ein Lob an die Maltäser: Alle sind langsamer gefahren oder haben sogar angehalten, damit sie uns nicht ausversehen durch die tiefen Pfützen nassspritzen.Ich war heilfroh über meinen Regenschirm, denn andere Menschen die wir unterwegs gesehen haben waren so nass, als ob sie sich mit Klamotten einmal unter die Dusche gestellt hätten.  
Nach drei Tagen schlechten Wetter und einer beginnenden Herbstdepression meinerseits, bin ich froh, dass das Wetter wieder bei 28 Grad angekommen ist. Aber eigentlich kann ich mich nicht beschweren, ich weiß ja wie das Wetter in Deutschland aussieht. Es scheint, als habe ich mich hier gut an das Wetter gewöhnt.

Sonnige Grüße dennoch an euch 8-)

Soziales Leben oder so

06Okt2013

Nach nun 11 Tagen hier auf Malta sind wir wohl auch so langsam im Nachtleben angekommen. Grob kann man dazu sagen: Sobald iwo was los ist, kommen sie alle. In Scharen.
Doch alles von vorne. Am Freitag war wie groß vorher angekündigt das Campus Festival. Organisiert vom KSU, was so viel bedeutet, wie der ASta hier in Deutschland. Mán merkt aber schon, dass sie mehr Macht haben und auf jeden Fall ne Menge Geld zur Verfügung haben, um solche Großevents auf die Beine zu stellen. Dazu zählt garantiert das Campus Festival. Denn von Catering für alle, über Crewtshirts bis hin zu halbwegs bekannten Stars die dort spielen, ist wirklich alles vorhanden. An diesem Abend waren gefühlt alle Stundenten die  es an der Universität Malta gibt anwesend. Denn niemand lässt es sich entgehen, wenn es etwas umsonst zu bestaunen gibt. Zügig füllt sich der Platz vor der Mensa mit Menschen die nur eins wollen, feiern. Doch dazu lud die erste Band nicht gerade ein. Irgendeine Ska-Band aus Malta, die eher peinlich als prickelnd waren. Verzweifelte Maltäsische Animationsversuche führten auch nicht zu einem Applaus. Dafür war ihr Auftritt wohl zu schräg, gewöhnungsbedürftig oder für viele nicht Maltäser, einfach nur unverständlich.  

Ska-Band

Gegen die Preise vor Ort kann man wie immer eigentlich, wenn es um alkoholische Getränke geht, nicht meckern. Ein Becks für 1,50 oder das einheimische Bier Cisk sogar für 1,30. Inzwischen bin ich schon Fan von dem lokalen Bier hier geworden. Letztendlich schmeckt es genau so wie ein Becks, nur mit dem Unterschied das es irgendwie fruchtiger und auch erfrischender schmeckt. Und anscheinend keinen Importzuschlag hat. Vielleicht sogar keine schlecthte Idee, sich mit lokaleren Dingen anzufreunden :)
Danach sollte der Star des Abends spielen: Name bereits wieder vergessen. Aber die Finalistin für den Eurovision Songcontest dieses Jahr. ANscheinend ist sie inwischen schon soooo bekannt, dass sie nicht mal mehr live zu singen braucht! Nachdem sich der Platz nun so heftig gefühlt hat, dass man gefühlt nicht mehr atmen kann, haben wir noch Fotos mit dem aufdringlichen Maskottchen der Uni machen lassen, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Betrunken, da man hier anscheinend wegen der Hitze schnell mal das Bierchen merkt.

Am Samstag sollte dann das nächste Großereignis stattfinden. So ziemlich jeder hat uns gesagt, ihr müsst da uuuuuunbedingt hin. Es wird tolle. Notte Bianca Eine Nacht, alle Läden geöffnet, alle Museen geöffnet, bis um 1 Uhr nachts. Also nichts wie hin da dachten wir uns. Doch bereits mit der Anreise startete unser kleines Abenteuer :D

Da man anders nicht zu diesem Fest nach Valetta kommt, blieb uns nichts anderes übrig, als mal wieder den Bus zu nehmen. Nachdem wir die letzten traumatischen Erlebnisse gut verarbeitet haben, warteten wir mit guter Laune auf den nicht kommenden Bus. Locker standen wir mit 20 anderen wartenden Menschen an einer Bushaltestelle und haben gewartet. Auf der anderen Straße Seite hielt ein Bus und der Busfahrer schrie aus dem Fenster: Alle, die nach Valetta wollen, sollten besser jetzt einsteigen. Wie sich später herrausstellen wird, war das die beste Entscheidung. Denn der Bus war somit bereits vollkommen gefühlt, als wir unsere Plätze einnahmen. Und dann ging sie los, die schier endlose Odysee ins Nirvana. Okay, es hat vielleicht nur 30 Minuten gedauert, aber trotzdem. Der Bus fuhr in die Nacht hinein, Straßen entlang die wir bisher noch nicht gesehen haben. Nach einem netten Plausch mit einem älteren Herrn, der uns seine liebsten deutschen Wörter verraten hat, sahen wir die erste bekannten Straßen wieder. Nach 30 Minuten Fahrt hat der BUs eine große Runde gemacht und hält an der Bushaltestelle, an der wir eigentlich eingestiegen wären. Nur mit dem Unterschied, dass jetzt keiner mehr einsteigen konnte, wegen Überfüllung. Schadenfroh blickten wir auf die frustrierten Gesichter am Straßenrand. Endlich war das Glück mit uns. Nach weiteren 20 Minuten Busfahrt waren wir endlich in Valetta. Oder das, was davon übrig geblieben ist. Dort reihte sich Mensch an Mensch, Buggie an Buggie und Action an Action. So ziemlich jeder Bewohner dieser Insel, sei es Tourist, Kind oder Opa, wirklich jeder war zu diesem Event gekommen. Nachdem wir unsere italienischen Freunde gefunden hatten hieß es auf in das Getümmel. Ein Ellenbogen im Gesicht und ein Buggie in den Hacken. Es ging nur stockend vorran. Überall Menschen. Zu viele Menschen. Man kann die Stadt vor lauter Menschen nicht mal mehr sehen. Die Attraktionen am Rande dagegen schon. Pseudogymnastik-Tänzer, Feuershow, und eine maltäsische Folkloreband die alle zum Rocken bringt.
Persönliches Highlight des abends war der Besuch der Bibliothek. Seht selbst:

Wunderschöne alte Regale, noch ältere Bücher und ein Geruch den man nicht beschreiben kann. Beeindruckende Wandtäfelungen und ein atemberaubender Blick von der Terasse.

Nachdem wir eine weitere Runde genervt nach einer Essensmöglichkeit gesucht haben, die noch nicht überfüllt war, wurden wir von einem Platzanweiser durch eine Tür nach oben in ein italienischen Restaurant geführt, wo tatsächlich noch jede Menge Tische frei waren. Voll gestärkt traten wir den Weg zurück zu den Bussen an. Inzwischen hat sich die bewegende Masse draußen gelichtet und es wurde ein Schema deutlich. 12-14 jährige Mädchen die endlich mal abends rauskommen und sich wie Huren kleiden. Tops die grade einmal den Bh bedecken und Kleider, die gerade einmal das nötigste bedecken. Eigentlich untypisch in diesem katholischen Land. Vielleicht ein Ausbruch?

Morgen geht das Unileben wieder aufs neue los. Hoffentlich finden dann mal endlich alle Vorlesungen statt.
Bis dann und sonnige Grüße :)

 

Der alltägliche Studentenwahnsinn?

03Okt2013

Nun sind wir schon eine Woche hier in Malta und ich würde sagen, wir sind echt angekommen. Das Wetter macht mir nicht mehr zu schaffen und auch die Straßen und Gassen hier in der Umgebung sind mir nicht mehr fremd. Selbst der vermeitlich uuultra lange Weg zur Uni ließ sich dank eines Genie-Streiches meinerseits noch um gut 10 Minuten streichen. Ich kann anscheinend doch Karten lesen.


Die Preise im Supermarkt werden auch langsam zum Alltag. Zwangsläufig werde ich hier aber vegetarisch leben und essen müssen, weil das Fleisch im Supermarkt echt verdammt teuer ist. Wer verlangt denn bitte 7,90 für 2 Putenbruststücke?? Dann lieber auf Konserven und Nudeln umsteigen. Die kriegen wir hier für einen Hauch von nichts fast. 500 g Nudeln für 89 Cent ist mehr als fair. Es scheint alles aus Italien importierte ist spott billig, alles andere nicht. Achja, Highlight sind Burger Bulletten aus der Konserve für 1,49. Das ist doch wirklich fair. DIe werde ich auf jeden fall die tage mitnehmen und essen :D Ich habe es immerhin geschafft einen Regenschirm zu bekommen. Das Wetter soll ab Montag nämlich ziemlich nass werden -.-


Nun waren wir auch schon ganze 3 Tage in der Uni. Natürlich ist alles noch auf Sparflamme weil ja noch Einführungswoche und sowas ist. Doch was kann ich zu den bisherigen Kursen sagen? Basic Audio zum Beispiel. Da würde ich ja echt gerne was zu sagen, nur leider fand dieser Kurs anscheinend doch noch nicht am Mittwoch statt, sodass ich vööööllig umsonst um 6 Uhr aufgestanden bin, um zur Uni zu latschen. Immerhin konnten wir uns so mit den anderen Unwissenenden anfreunden und gemeinsam den Frust teilen.
DIe Vorlesung am Nachmittag fand dann zumindedst tatsächlich statt. Doch es zeichnet sich langsam ein Muster der Uni ab. Alles an Equiment, sei es Stühle oder Tische oder Türen oder Wände, sind auf jeden fall schon ein paar Jährchen länger in der Universtität. Doch jeden Vorlesungsraum schmückt ein neuer, großer, guter Flachbildfernseher, damit auch ja alle die Powerpoint des Dozenten lesen können. Anscheinend hielten die Verantwortlichen das für wichtiger als einen vernüftigen Tisch.
Basic Reporting, geleitet von einem witzigen, knuffigen alten Mann der aber auch ernst machen kann. Püntklichkeit und Anwesenheit ist bei ihm das A und O. Ansonsten ist der Unterricht so ziemlich genau der selbe, wie wir in auch schon in Bremen hatten. Nur mit dem winzig kleinen Sprachunterschied.
Heute war dann noch Fotografie dran. Der Raum war direkt im Keller. Der Dozent aber definitiv vom Fach, als er seine rund 30 Kameras ausgepackt hat und uns jede einzelne davon gezeigt und erklärt hat. Von Sammlerstück aus den 40ern bis Einwegunterwasserkamera. Dieser Mann hat sie einfach alle. Hoffentlich kann ich in dem Kurs bleiben, denn er wird von vielen gewählt und leider ist die Teilnehmerzahl hier auf Malta für alle Kurse irgendwie auf 24 beschränkt. Jetzt heißt es Daumen drücken!!
Mein Englisch scheint sich auf jeden Fall jetzt schon verbessert zu haben, denn inzwischen verstehen mich anscheinend auch alle. Und ich habe mich bereits mehrmals dabei ertappt, englische statt deutsche EMails zu verfassen. Und auch mit meine Freund fang ich manchmal auf einmal wieder an, auf Englisch los zu qutaschen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich die Examinations am Ende des Semesters auch ohne Wörterbuch schaffe. Bis dahin heißt es Üben Üben Üben. Or practise practise practise.

Jedenfalls, lovely greets

Laura

Der erste Tag an der Universität

01Okt2013

Heute hatten wir unseren aller ersten Unitag hier auf Malta. Nach den zahlreichen eher sinnlosen und maßlos überfüllten Informationsveranstaltungen, sind wir heute froher Erwartungen den 25 minütigen Weg zur Universität angetreten. Doch bereits bevor wir überhaupt losgelaufen sind, stellte sich ein ganz großes Problem ein. Wo haben wir unseren ersten Kurs? Stundenplan ist da, Uhrzeit ist klar. Doch beim Raum steht tba. Wundervoll. Ach, gehen wir einfach so zur Uni, wir finden das schon, dachten wir uns zumindest.
Nachdem wir also den steilen Weg zur Uni geklommen sind, standen wir mit großen Fragezeichen vor dem Fakultätsgebäude. Keine Aushänge, keine wartenden/ protestierenden Studierenden. Wir waren allein, neben ein paar großen Steinbrocken die sich von der Wand gelöst haben. Wundervoll. Zum zweiten Mal. Also nichts wie rein in dieses Gebäude und schnurstracks in das Gebäude der Fakultätsleiter. "Excuse me ma'am, where is the course economic basics for journalists?" Genervtes Kopfschütteln. Das steht doch im Stundenplan, so die plumpe Antwort. Dennoch opferte sich ein älterer gebrechlicher Mann uns den Weg zu zeigen. Was wir jetzt erst erfahren, dieser Kurs findet im Ingenieursgebäude statt. Super. Wieder einmal quer über den Campus bei bereits 26 Grad um kurz vor 9. Vor dem Gebäude sagt der Herr noch "That's it" und schleicht langsam davon. In welchem Raum ist das ??? Der Blick geht zu meinem Freund: Hoffnungsloses Kopfschütteln. Das selbe Spiel geht also wieder von vorne los. Fakultätsbüro und die Empfangsdame nerven, ein kurzer Blick auf die Liste und sie nuschelt B204 und zeigt uns den Weg. Scheinbar endlich angekommen laufen wir in den Raum, wo der Unterricht schon begonnen hat. "Excuse me Sir? Is this economics for journalists?" Kopfschütteln. Langsam reichts auch mit Kopfschütteln. Die Empfangsdame ist schon wieder verschwunden, sodass wir erneuert zu ihrem Büro gehen und ihr erklären dass wir gar keine Ingenieursstudenten sind. Verzweifelt durchwühlt sie ihre Listen. Zum Glück kommt ein Typ an dem Büro vorbei und sagt, dass er auch zu dem Kurs geht. Er ist gleich hier. DIREKT GEGENÜBER von dem BÜRO -.- Endlich. Grade noch pünktlich betreten wir den Raum. Woher weiß der Junge, welcher Raum das ist? Er erklärt uns, dass da noch ein anderer Stundenplan unten drunter ist. Super. SInd wir zu blöd um vernünftig zu lesen. xD? Nun kann endlich der Startschuss für unsere erste Vorlesung fallen.
Der Raum ist so gut klimatisiert, dass ich schon ne Gänsehaut bekomme. Doch nicht nur die Sprache ist anders, auch die "Stühle". Anstelle von normalen Stühlen und einem Tisch steht dort so eine Kombination aus beiden. In Knallgrün. Nett, so ein winziger ausklappbarer Tisch, wo nicht mal mein Laptop raufpasst.
Dafür scheint die Vorlesung echt nett zu sein und selbst für so Wirtschaftsbehindies wie mich ist dieser Kurs echt einfach zu verstehen. Endlich kann ich meine Wissenslücken auf diesem Gebiet schließen. Hoffentlich. Doch bereits um 10:45 ist Schluss mit der VOrlesung. Geil, wieder einen ganzen Tag frei. So viel Freizeit gabs nicht mal in Bremen an der Hochschule. Was machen wir also mit so einem freien Nachmittag? Ach mal wieder an den Strand. Student sein ist schon echt anstrengend und nimmt ne Menge Zeit in Anspruch, sodass wir uns diese Auszeit reglich verdient haben.

Sobald ich die nächsten Kurse gesehen habe, kriegt ihr wieder was von mir zu hören :)

Liebste Grüße, euer inzwischen Brownie :)

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.